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Umbau Speicher Sartori & Berger

Der Sartori & Berger Speicher am Wall in der Kieler Innenstadt zählt zu den wenigen erhaltenen historischen Speicherbauten der Stadt. Der 1925/26 errichtete, denkmalgeschützte Klinkerbau diente ursprünglich als Getreide- und Warenspeicher und prägt bis heute das Hafen- und Stadtbild Kiels.

Im Rahmen der Umnutzung wurde das Gebäude in den Bereichen Kellergeschoss, Erdgeschoss sowie 1. und 2. Obergeschoss umfassend baulich überarbeitet und an die Anforderungen einer modernen Nutzung als Archiv- und Bibliotheksstandort angepasst. Die Heinrich Karstens Bauunternehmung verantwortete dabei die schlüsselfertige Umsetzung als Generalunternehmer.

Bauaufgabe und Umsetzung

Ziel des Projektes war es, die historische Bausubstanz zu erhalten und gleichzeitig eine funktionale, zeitgemäße Nutzung zu ermöglichen. Hierzu wurden umfangreiche Eingriffe in die bestehende Gebäudestruktur erforderlich.

Im Zuge der Umbauarbeiten erfolgten unter anderem Rückbau- und Fräsarbeiten im vorhandenen Fußbodenaufbau sowie die Entfernung nicht tragfähiger Ausgleichsschichten. Die freigelegte Bewehrung wurde infolge der vorhandenen Betonqualität saniert und konstruktiv verstärkt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein wesentlicher Eingriff war die Herstellung einer neuen internen Treppenverbindung, einschließlich der Ausbildung eines neuen Treppenlochs. Dieser Bereich erforderte umfangreiche statische Sicherungsmaßnahmen sowie eine präzise Anpassung an die bestehende Tragstruktur.

Darüber hinaus wurden die brandschutztechnischen Anforderungen an das Gebäude überarbeitet und an aktuelle Standards angepasst. Aufgrund der baulichen Gegebenheiten erfolgte die Verlegung der technischen Installationen in den Obergeschossen sichtbar auf Putz, ergänzt durch einen abschließenden Farbspritzanstrich zur optischen Integration.

Eine besondere Herausforderung stellte die Durchführung der Bauarbeiten im laufenden Archivbetrieb des dort ansässigen Landesarchivs dar. Die Arbeiten mussten so organisiert werden, dass der Betrieb in den angrenzenden Bereichen jederzeit aufrechterhalten werden konnte.

Dies erforderte ein hohes Maß an Koordination, konsequente Staubschutzmaßnahmen sowie eine kontinuierliche Sicherstellung der Zugänglichkeit für Nutzer und Betreiber während der gesamten Bauphase.

Die Arbeiten im denkmalgeschützten Bestand erforderten eine besonders sorgfältige und substanzschonende Vorgehensweise. Insbesondere die Eingriffe in die bestehende Tragstruktur sowie die Sanierung der freigelegten Bewehrung stellten hohe technische Anforderungen dar.

Auch die Integration der neuen Treppenanlage in die vorhandene Gebäudestruktur erforderte komplexe konstruktive Lösungen und eine enge Abstimmung mit der Tragwerksplanung.

Auftraggeber

Sartori & Berger GmbH & Co. KG

Architektur

Includi Architecten, Groningen/NL

Tragwerksplanung

Ingenieurbüro für Bauwesen, J. D. Bumann, Kiel

Bauvolumen

1,5 Mio. €

Leistungen

Schlüsselfertige Erstellung als Generalunternehmer

Ausführung

10/2023 - 12/2024

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